Zwischen Islam und Christentum: Die Mesquita-Catedral de Córdoba
Seit 1984 gehört die Moschee-Kathedrale von Córdoba zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das
außergewöhnliche Bauwerk zählt nicht nur zu den eindrucksvollsten Architekturdenkmälern Europas,
sondern berichtet auch vom Miteinander und Gegeneinander zwischen Islam und Christentum.
Blick in die Mezquita in Codoba, gemeinfrei von wikimedia, Foto: Jebulon.
Der Geschichte und Bedeutung dieses Gotteshaus widmet sich der Vortrag „Die Moschee-Kathedrale von Córdoba: Ein Bauwerk christlicher und islamischer Geschichte“, der am 08.07.2026 um 19:00 Uhr im BIBEL MUSEUM BAYERN stattfindet.
Mal muslimisches Gebetshaus, mal christliche Kirche erzählt es von der wechselvollen Geschichte Spaniens: Nach der muslimischen Eroberung der Iberischen Halbinsel im 8. Jahrhundert ließ Emir Abd al Rahman I. eine Moschee an der Stelle einer ehemaligen christlichen Basilika errichten. Doch als Córdoba im Jahr 1236 durch Ferdinand III. von Kastilien zurückerobert wurde, ließ er die Moschee in eine christliche Kathedrale umwidmen. Dadurch vereint die Mezquita-Catedral de Córdoba bis heute auf einmalige Weise die Architektur beider Religionen und spiegelt die bewegte Geschichte von Begegnungen, Konflikten und kulturellem Austausch zwischen Islam und Christentum wider.
Referent dieses Vortragsabends ist der evangelische Theologe Jan Gehm. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter forscht und lehrt er am Lehrstuhl für Orientalische Philologie und Islamwissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sowie für das Bayerische Forschungszentrum für Interreligiöse Diskurse (BaFID). Das Forschungszentrum wird durch das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration gefördert, weil es sich das Ziel gesetzt hat, zur Verständigung zwischen den Religionen und zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in unserem zunehmend kulturell und religiös pluralen Land beizutragen.
Der Vortrag findet im Rahmen der neuen Sonderausstellung „Himmlische Sphären – Kirchenfotografien von Monika Rösler und Rüdiger Kretschmann“ statt, die vom 18. Juni bis 30. August 2026 im BIBEL MUSEUM BAYERN zu sehen ist.
08.07.2026, 19-21 Uhr
Die Moschee-Kathedrale von Córdoba, Vortrag mit anschließendem Gespräch mit Jan Gehm
im BIBEL MUSEUM BAYERN, Lorenzer Platz 10, 90402
8 € normal | 2 € reduziert (Abendkasse) – Tickets im Online-Shop des BMB erhältlich
Über die Ausstellung „Himmlische Sphären“
Die Ausstellung präsentiert 25 Fotokollagen von Kirchen aus Mittelfranken, Unterfranken und der Oberpfalz. Durch die Little Planet-Panoramen verwandeln sich die bekannten Kirchenräume in komplexe Bildwelten, die an aufgefächerte Blüten oder die geometrischen Formen eines Mandalas erinnern. Auf diese Weise laden die Fotografien dazu ein, die sakralen Räume mit neuen Augen zu betrachten. Sie zeigen, dass Kirchen mehr sind als historische Gebäude, nämlich Orte der Kunst, der Gemeinschaft und der Ruhe, des Glaubens und der Reflexion.
Kontakt:
Antonie Bassing-Kontopidis, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit,
BIBEL MUSEUM BAYERN, Lorenzer Platz 10, 90402 Nürnberg,
Tel.: +49 (0)911 477789-416, presse@bibelmuseum.bayern
Hinweis zur Corporate Identity
Bitte verwenden Sie entweder „Bibel Museum Bayern“ oder „Bibelmuseum“ (z.B. „das Bibelmuseum zeigt…“ ohne Bayern). Vielen Dank!
